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Hinter den Kulissen des heißesten Weihnachtsmonats

27. August 2015

Der August war dieses Jahr alles andere als 08/15: Es war der zweitwärmste der Wettergeschichte und einer der heißesten Monate, die wir in diesem Jahrhundert überhaupt erlebt haben. Immer wieder stiegen die Temperaturen weit über 30 Grad, Badeseen und Eisdielen waren voll.

Und doch waren wir bereits in Sachen Weihnachten unterwegs. Für uns nämlich beginnt die Saison schon Mitte August: Dann planen wir zum einen unseren traditionellen Weihnachtsbazar und suchen zum anderen im Sauerland die Bäume aus, die zur Adventszeit bei uns verkauft werden sollen. Persönlich. Mit vier Leuten. Und der Geschäftsführer kommt natürlich mit.

Tausend Bäume an einem Tag

Gut gelaunt fuhren wir früh am Tag los, um unsere Weihnachtsbäume per Hand auszusuchen. 215 Blaufichten, 600 Nordmanntannen, 30 Edeltannen, 20 Koreatannen, 61 Fichten sowie 35 Bergkiefern wollten wir ausbinden – ein gewaltiges Pensum für einen einzigen Tag. Der Wetterbericht kündigte 30 Grad im Schatten an – nicht für Köln, sondern für die Hochlagen des Sauerlandes! Gut, dass wir den Wagen reichlich mit Getränken beladen hatten.

Um halb neun standen wir auf den Feldern: wir genossen ein grandioses Panorama, strahlenden Sonnenschein, angenehm frische Morgenluft – und den Anblick wunderschöner Nadelbäume, soweit das Auge reichte.

Bäume soweit das Auge reicht.Eine traumhafte Landschaft

Dann hieß es anpacken: Der erste Abschnitt mit den kleineren Bäumen führte über steiles Gelände. Einzeln machten wir uns auf, um die schönsten Exemplare zu kennzeichnen, so dass sie im Herbst geschlagen werden können. Von der Sommersonne ausgetrockneter, harter und unebener Boden machte es uns nicht gerade leicht, Disteln und Insekten setzten uns zu. Es kam oft vor, dass jemand, der gerade eine besonders schön gewachsene Nordmanntanne entdeckt hatte, vor Begeisterung nicht mehr auf den Boden aufpasste, stolperte und sich auf seinem Hosenboden wiederfand.

Unsanfte Landung

Die schönsten Bäume kommen zum Schluss

Gegen Mittag brauchten wir ein reichhaltiges Mittagessen, ausgedörrt und ausgepowert, wie wir waren. Danach ging ist in den zweiten Abschnitt, dort, wo die größeren Bäume standen. Wir hatten uns die Tour so eingerichtet, dass wir den anstrengendsten Teil an den Anfang gelegt hatten. Kleine Bäume bieten keinen Schatten, und nun wurde es wirklich heiß.

Am Nachmittag begleiteten uns zwar immer noch eine Menge Bremsen und Wespen, aber dafür gab es keine steilen Hänge mehr – und  kaum Disteln oder Dornen, durch die man sich kämpfen musste. Die größten Bäume hatten wir uns bis zum Schluss aufbewahrt, denn hier konnte man endlich einen Gang zurückschalten. Anders als bei den kleineren Tannen, wo jeder Dinger’s-Experte einzeln losgezogen war, bildeten wir nun Zweierteams, die die Bäume gemeinsam ausbanden. Es waren beeindruckende Exemplare, die auf uns warteten. Kein Wunder, dass sich manch einer schon einmal den passenden Baum für sein eigenes Wohnzimmer aussuchte. 

Herr Dinger hat sich bereits einen Baum ausgesucht. :D

 

Um fünf Uhr nachmittags hatten wir unser Pensum geschafft: fast tausend Bäume trugen nun unsere Markierung. Wir konnten wieder nach Hause fahren.

Vielleicht kommen Sie im Dezember bei uns Ihren Weihnachtsbaum kaufen. Wenn Ihnen einer davon so gut gefällt, dass Sie ihn haben wollen, dann denken Sie daran, dass er mit Sachverstand und viel Liebe persönlich von uns ausgewählt wurde. Für Ihr Weihnachtsfest. Und – was Sie vielleicht bislang nicht wussten: im Schweiße unseres Angesichts.

Ihr

Christian Dinger

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