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Sukkulenten: Die Einstiegsdroge für ein grünes Zuhause

7. Juni 2017

Endlich ist sie bezogen, die neue Wohnung! Noch wirkt sie kahl, aber mit ein paar Pflanzen… hier stockt bei vielen oft der Gedanke, denn wer hat schon Lust, jeden Tag Grünpflanzen zu pflegen? Es muss etwas her, das man auch einmal ein paar Tage allein lassen kann, was nicht jeder hat und was gute Laune macht. Und da landen viele bei den Sukkulenten. Zu Recht, denn hier gibt es wirklich ungewöhnliche Formen, die in jede Wohnung passt und einen besonderen Touch verleiht.

Jeder mag Sukkulenten. Sie stechen nicht wie Kakteen, sind genügsam und bedienen fast jeden Geschmack. Das macht sie zu Stars in Studentenbuden, Single-Appartments und Wohnungen von vielbeschäftigten Berufstätigen. Vor allem wer gerade erst anfängt, sich mit Zimmerpflanzen zu beschäftigen, landet meist bei den fleischig wirkenden Vertretern aus vielen verschiedenen Pflanzenfamilien. „Sukkulent“, also in etwa saftig, ist eine Pflanze nämlich nicht vom Stammbaum her, sondern weil sie sich an trockene Umgebung angepasst hat und Wasser in verdickten Pflanzenteilen speichert.

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Vielfalt ohne Ende

Entsprechend finden wir Aloe, Dickblatt, Wolfsmilch, Escheveria-Rosetten, Aeonium oder Rhipsalis. Auffallend sind die ausgefallenen Formen und Farben womit sie bezaubern. Blüten dagegen spielen eine geringere Rolle. Die meisten blühen erst im höheren Alter und oft unscheinbar, manche prägen eine lange Rispe aus, nur wenige Arten sind hier wirklich auffällig. Zu diesen gehören Christusdorn, Wüstenrose, Jatropha oder die Blattkakteen, dornenlose Gewächse, die äußerlich schon sehr den Kakteen ähneln. Botanisch gesehen sind Kakteen übrigens ebenfalls Sukkulenten, aber in der Welt des Gartencenters unterscheiden wir nach den im Alltag gewachsenen Begriffen, damit es keine Missverständnisse gibt.

Die Aloe Vera ist eine besondere Sukkulente, denn sie kultiviert man gern als Heilpflanze. Sie speichert in den dickfleischigen Blättern einen gallertartigen Saft, der die Wundheilung unterstützt. Damit hat sie einen praktischen Nutzen: abgeschnittene Blattspitzen kann man auf Sonnenbrände tupfen und sie helfen kleine Hautverletzungen zu verschließen.

Ansonsten sind Sukkulenten eher etwas fürs Auge: Der Geldbaum bezaubert mit seinen dicken, runden Blättern. Die Haworthia reckt ihre Blätter wie spitze Arme mit weißer Kriegsbemalung empor. Der Korallenkaktus hat seinen Namen nicht von Stacheln, sondern von seinem Wachstum in langen, fleischigen Blättern, die voneinander abzweigen und so den Korallen ähneln. Buddhas Tempel bildet runde Formen aus, die tatsächlich an Tempelbauten erinnern. Die dreikantige Wolfsmilch kann beeindruckende Höhen erreichen und sieht dann aus wie dreieckig wachsende Orgelpfeifen. Sehr attraktiv sind auch hängende Varianten, die sich in Ampeln aufhängen lassen, zum Beispiel die Senecio hottentot. Vor kurzem erst haben wir große Racks direkt neben dem Café aufgebaut, an deren Querstangen Ampelpflanzen hängen, davon viele Sukkulenten.

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Pflegeleichte Geschenke

Die Pflege ist schnell erklärt: Sukkulenten vertragen keinen Frost und sollten daher einen Platz im Zimmer haben (obwohl man sie im Sommer durchaus auf einen überdachten Balkon stellen kann). Etwa alle 10 Tage sollte man sie gießen, aber nicht öfter. Übertriebenes Gießen schadet ihnen mehr als Trockenheit. Sie sollten auch nicht in feuchten Zimmern stehen, wie etwa dem Badezimmer. Ansonsten lieben sie einen sonnigen Platz. Wer ihnen hin und wieder Kakteendünger gibt, hat besondere Freude an ihnen.

Das Beste an Sukkulenten ist möglicherweise, dass sie sich gut als Geschenk eignen. Man blamiert sich nie, wenn man sie zu einem Geburtstag oder einer Nachbarschaftsfeier mitbringt, im Gegenteil. Wir sehen das schon am Auswahlverhalten unserer Kunden: Während bei Kakteen sehr oft Liebhaber stehen, die sich eingehend mit den Pflanzen beschäftigen, nimmt man eine Sukkulente einfach und unkompliziert mit. Es gibt sie in allen Preislagen und Größen, was sie als Geschenk sehr flexibel einsetzbar macht. Und sie kommen einfach gut an. Vor allem natürlich bei Menschen mit einer frisch bezogenen Wohnung.  

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1 Kommentar

  • Antworten Maria 8. Dezember 2017 at 19:31

    Sukkulentenliebe <3 Toller Artikel!

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