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So überstehen Pflanzen den Sommer – Teil 2

27. Juli 2017

Pflanzen durch den Sommer zu bringen, ist nicht immer einfach, vor allem, wenn es in den Urlaub geht. Haben Sie eine große Dachterrasse und wenig Zeit? Oder einen Garten, in den Sie nicht so gerne die Nachbarn lassen? Oder haben Sie die Bewässerung in Ihrer Abwesenheit am liebsten zu 100 Prozent unter Kontrolle? Dann wäre ein automatisches Bewässerungssystem wahrscheinlich die passende Lösung für Sie.

Mittlerweile sieht man sie recht häufig, die Bewässerungssysteme, die Außenflächen auch in sommerlicher Abwesenheit perfekt versorgen können. Bewässerungshilfen werden immer leistungsfähiger, vor allem, was die Steuerung und die Reichweite angeht. Und mittlerweile lassen sich die ersten Systeme bereits komplett per Smartphone steuern.

Das einzige, was man wirklich braucht, ist ein außen angebrachter Wasseranschluss. Den Rest kann man relativ einfach selbst verlegen. Eine Anlage besteht aus einem Bewässerungscomputer, einem Druckminderer und schließlich den Rohren, Verzweigungen und Düsen. Dazu empfiehlt sich ein Zwei-Wege-Verteiler, der direkt am Wasserhahn angebracht wird. So kann man das Bewässerungssystem betreiben und gleichzeitig per Hand Wasser aus dem Hahn entnehmen, wenn man es braucht.

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Der Bewässerungscomputer regelt, wann sich das System anschaltet. Empfohlen werden zwei Gießvorgänge am Tag, am besten zwischen sieben und acht Uhr, jeweils morgens und abends. Man kann aber auch alle acht Stunden gießen lassen, je nach Erfordernis. Hinter dem Computer liegen die Rohre, die in eine Richtung bis zu 40 Meter lang sein können. Bei noch größeren Geländen kann das Hauptrohr mittig platziert werden und die abgehenden Rohre bis zu 30 Meter in beide Richtungen verlegt werden. Damit wäre schon ein halbes Fußballfeld abgedeckt.

So viel Platz zum Bewässern am Stück ist in Köln außerhalb des Müngersdorfer Stadions selten, deshalb sind solche Systeme eigentlich für alle Gärten und Terrassen gut geeignet. Das Stadion hat übrigens etwas, was viele Gartenbesitzer auch zu schätzen wissen: Rohre, die unter der Erde verlegt sind. Die Endstücke fahren dann aus dem Rasen oder den Beeten heraus und bewässern zuverlässig ihre Umgebung.

 rush-780859_1920 Das ist nicht nur bequem und ästhetisch, sondern auch ökonomisch. Denn Bewässerungssysteme sparen bis zu 70 Prozent des Wasserverbrauchs ein: Jede Düse lässt sich exakt regulieren und gibt zwischen 0 und 10 Liter pro Stunde aus. Dabei kann man alle Pflanzen einzeln versorgen, wenn man möchte. Es gibt die so genannten Endtropfer, die einen Kübel oder eine Pflanze bewässern, und Reihentropfer, die sich für Balkonkästen anbieten. Das Tropfverfahren ist sehr effizient, denn das Wasser tritt unmittelbar an der Pflanze aus und dringt direkt dort in den Boden ein, wo die Wurzeln sind, statt oberflächlich wegzufließen. Will man eine lange Reihe im Garten bewässern, bieten sich auch poröse Schläuche an, die das Wasser nach und nach ausschwitzen. So ist ein gleichmäßiger Fluss direkt in den Wurzelbereich gewährleistet.

Wie oft und wie lange man gießen soll, ist eine relativ schwierige Frage. Töpfe fordern nur zwei Mal zehn Minuten am Tag, Gartenpflanzen eher 20 Minuten. Größere Flächen zu bewässern, erfordert mehr Wasser, zum Beispiel 100 Liter pro Stunde für die 180-Grad-Düse, 120 Liter für die 360-Grad-Düse und 380 Liter für einen Rasenregner. Wieviel Wasser der Boden wirklich aufnehmen muss, hängt davon ab, wieviel es regnet oder ob es eher heiß, windig und sonnig ist. Als Gärtner hat man nach einiger Zeit ein Gefühl dafür, wieviel eine Pflanze braucht.

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Für den Urlaub ist es daher wichtig, dass der Zufall möglichst ausgeschaltet wird. Zweimal am Tag zu bewässern ist gut, aber bei einem verregneten Sommer der falsche Weg. Manche installieren deshalb Regen- oder Bodenfeuchtesensoren, die das Gießen bei Feuchtigkeit blockieren. Regensensoren sind eher unzuverlässig, denn sie messen nur das unmittelbare Regenereignis. Bodenfeuchtesensoren sind näher am Geschehen: Sie melden dem Bewässerungscomputer zurück, ob die Feuchtigkeit im Boden noch reicht oder eine Bewässerung erfordert.

Wer alles selbst im Griff haben will, der entscheidet sich für smarte Steuerung. Hier kann über eine App auf dem Smartphone der ganze Garten gemanagt werden: Eine Schnittstelle entscheidet, wann und wie die Bewässerung vor sich geht. Selbst automatische Rasenmäher können eingebunden werden. So wird im eigenen Garten nichts mehr dem Zufall überlassen.

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2 Kommentare

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    Antworten Memso 14. März 2018 at 10:32

    ich habe seit 2 Jahren mit 4 Versenkregner von Gardena unser Grundstück bewässert. klar mit anfänglichen Problemen, die aber auf meiner Seite zu finden waren. Seit dem Funktioniert die Anlage, zum Staunen aller.
    Unter anderen meine Fehler, falsche Querschnitt und Länge der Rohre (wird schon ausreichen für das bisschen Wasser) Pustekuchen.

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    Antworten Admira 6. April 2020 at 10:00

    Ich habe bereits seit 15 Jahren 24Volt Ventile und dies für 4 Leitungen.

    Diese wurden bis vor 2 Jahren analog gesteuert , dann mit Relais und homee.

    Seit diesem mit der smarten GARDENA Irrigation Control inklusive 3 Sensoren.

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