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Dinger’s Grünpflanzenwochen – Expedition Unikat

3. Januar 2018

Am 8. Januar öffnet Dinger’s seine Türen für die großen Grünpflanzenwochen. Einen Monat lang, bis zum 10. Februar, haben wir uns für eine einzigartige Kollektion von Unikaten hergerichtet: übermannshohe Einzelexemplare, seltene Stammformen, ganz neue Züchtungen. Denn heute bevorzugen die Menschen stattliche Zimmerpflanzen mit individuellem Charakter. Nur: Wie und wo findet man die besten Exemplare? Begleiten Sie unsere Einkäufer nach Holland – neun Gärtnereien in neun Stunden!

Gärtner sind ein ganz spezielles Volk. Jahrelang züchten sie in riesigen Gewächshäusern die schönsten Exemplare heran – und kaum will man sie kaufen, wiegeln sie ab. So kommt es uns zumindest vor, als wir die erste Gärtnerei besuchen. Acht weitere stehen auf unserem Zettel – ein straffes Programm. Um vier Uhr sind wir aufgestanden, um zehn Uhr abends werden wir erst wieder zuhause sein. Das Ziel: Die besten und seltensten Unikate auftreiben, die unsere Geschäftspartner in Holland zu bieten haben.

Zimmerpflanzen sind Prestige-Objekte

Zehn Varianten Kolbenfaden werden wir am Ende gefunden haben, 15 Varianten Korbmarante, dazu Drachenbäume, Pachira, Geigenfeige, Pfeilblatt und Wunderstrauch. Auch das klassische Fensterblatt, der Hit der Siebziger, ist wieder beliebt. Das meiste, was wir mitnehmen, sind Einzelexemplare verschiedenster Grünpflanzen. Manchmal finden wir zwei oder drei von einer Sorte, mehr als zehn nehmen wir nicht mit.

Es ist ein sonniger Herbsttag im warmen Oktober 2017. Eigentlich ist noch reichlich Zeit bis Januar, aber wer den Markt kennt, sorgt schon jetzt für Reservierungen. Denn der Trend ist überall zugleich ausgebrochen: Alle möchten nun schöne Zimmerpflanzen kaufen. Und nicht nur einfach schöne, sondern am liebsten solche, mit denen man seine Gäste beeindrucken kann. Das geht natürlich nicht mit kleinen Gewächsen, die man erst mühsam großziehen muss. Viele kaufen gleich die ausgewachsenen Pflanzen. Da brauchen auch Gärtnereien Jahre für.

Alle suchen das Besondere

Dementsprechend verlieben sich auch Züchter schon einmal in ihre eigenen Gewächse. Wir haben bereits wunderbare Monstera-Arten ausgebunden, mehrere Sorten Dieffenbachia und Drachenbäume mit weißer Panaschierung. Da entdeckt eine Kollegin ganz hinten noch eine besondere Pflanze. „Ach, da hinten steht gar nichts“, wiegelt der Gärtner ab. Von wegen: Uns strahlt eine prachtvolle, fast zwei Meter hohe, rotblättrige Bananenstaude an. Keine Frage, die lassen wir nicht hier.

Banane

So geht es fast den ganzen Tag: Wir sehen Blatt-Anturien, blühende Calathea oder liebevoll gezogene Pachyra mit geflochtenem Stamm. Aber um die ganz, ganz seltenen Vertreter zu bekommen, müssen wir charmant sein. Mal ist es eine interessant verzweigte Yucca, dann eine seltene Bonsai-Variante vom Ficus Ginseng, die wir den Lieferanten geradezu abschwatzen müssen. Es ist nicht leicht, richtige Unikate aufzutreiben. So lange auch immer sie im Gewächshaus gestanden haben, so schnell sind sie plötzlich vergriffen. Wir sind ja nicht die Einzigen, die das Besondere suchen.

Durch unsere Grünpflanzen fühlt man sich beinahe wie im Dschungel

Wir sind auch deshalb so zäh, weil wir für die Grünpflanzenwochen die besten Pflanzen brauchen, die es im weiteren Umkreis überhaupt gibt. Denn unsere Abteilung hat ja schon an normalen Tagen die größte Auswahl der Region. Wenn dann eine solche Inszenierung geschaffen werden soll, muss man schon etwas bieten. Wir wollen, dass es aussieht wie in einem Dschungel, mit Exemplaren, die man richtig bestaunen kann.

Dschungel

Da! Ein Ficus mit prachtvollen Luftwurzeln, die an den Stamm gebunden sind! Den müssen wir unbedingt haben! Und da hinten: Eine chinesische Feige in der seltenen S-Form! Für jeden Liebhaber ist es ein Traum, solche Pflanzen zu entdecken. Unsere Geschäftspartner kennen uns seit Jahren. Und wie das unter alten Bekannten nun mal ist: Mancher tut auch nur so geziert und ist insgeheim stolz, die besten Pflanzen in die besten Hände zu geben. Tatsächlich müssen die Gärtnereien auch darauf achten, immer noch ein paar Besonderheiten in der Hinterhand zu halten.

Beziehungen muss man pflegen wie Pflanzen

Dass wir diese schneller gezeigt bekommen als andere, liegt am gegenseitigen Respekt, der über Jahre gewachsen ist. Wenn sich der eine kümmert, kümmert sich auch der andere. Dass wir von Dinger’s schon immer Grünpflanzen sehr geschätzt haben, honorieren die Gärtner. Ab und zu bekommen wir schon einmal einen heißen Tipp oder ein Foto von einer Rarität, die man für uns zurückgestellt hat.

Groß und Klein

Und natürlich freuen sich die Gärtnereien über den neuen Trend zur Zimmer- und Bürobegrünung. Fast eine ganze Generation lang galten Grünpflanzen als unmodern; man bevorzugte helle, spartanisch designte Wohn- und Arbeitswelten in klaren Farben und Formen. Dass wir zur Vorhut des Trends gehören, erfüllt unsere Geschäftspartner mit Genugtuung. Denn so sehr man sich auch in seine eigenen Züchtungen verlieben kann: Verkaufen will man sie am Ende doch.

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