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Das ganze Jahr Vögel füttern – darf man? Soll man?

10. April 2018

Vögel zu füttern ist etwas Tolles: Den ganzen Winter über kann man Meisen, Amseln, Spatzen und Rotkehlchen beobachten. Sie hüpfen in Bäumen und Sträuchern hin und her, prüfen, ob die Luft rein ist und fliegen los, um sich Körner und Trockenfrüchte zu stibitzen. Die Vogelfreunde aus England haben machen es bereits seit einigen Jahren: die Ganzjahresfütterung. Manche sind unsicher: Erzieht man Vögel dann nicht dazu, sich kein Futter mehr selbst zu suchen? Kann man damit zum Artenreichtum beitragen? Und was brauchen Vögel überhaupt im Sommer?

Wir alle lieben die Natur, deshalb stellen wir uns natürlich oft die Frage, ob unser Verhalten der Natur so gut tut, wie wir das hoffen. Aber beim Vögel füttern gibt es keine Bedenken: Man kann auch bei der Jahresfütterung nur wenig falsch machen. Vögel nämlich holen sich ihr Futter aus sehr verschiedenen Quellen und lieben die Abwechslung. Im Winter, besonders bei einer geschlossenen Schneedecke, werden sie die Futtertröge, Meisenknödel und Silos häufig aufsuchen, im Hochsommer eher selten. Gerade im Spätwinter und frühen Frühjahr ist das Nahrungsangebot übrigens besonders knapp, dann kommen sogar Arten vorbei, die die Futterstellen sonst meiden.

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Wer Vögel füttert, rettet keine Arten, aber Leben

Andererseits rettet man weder mit Winter-, noch mit Ganzjahresfütterung die Vogelwelt. Der Naturschutzbund stellt klar, dass von der Fütterung nur etwa 10 bis 15 Vogelarten profitieren – und die sind meist nicht gefährdet. Trotzdem rät der NABU durchaus zur Vogelfütterung: Denn so haben gerade Kinder die Gelegenheit, überhaupt einmal natürliche Vorgänge und wildlebende Tiere zu beobachten. Vor allem Stadtkinder haben sonst häufig gar keinen Bezug mehr zur Natur. Wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass es weder für die Artenvielfalt noch für die Gesundheit des Nachwuchses einen Unterschied macht, ob nur im Winter oder ganzjährig gefüttert wird.

Wohl aber kann die Fütterung viele einzelne Vögel vor dem Hungertod bewahren – und das zu wissen, kann schließlich auch gut tun. Wer auf Ganzjahresfütterung gehen will, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Zu beachten ist nur, dass das Futter sauber und trocken bleibt. Hilfreich ist zu wissen, dass Vögel im Winter vor allem Kalorien und Fett brauchen, im Frühjahr dagegen Vitamine und Mineralien für die Eiproduktion benötigen. Längst gibt es angepasstes Futter für verschiedene Vogelarten und Jahreszeiten; bei Dinger’s haben wir ganzjährig genügend davon vorrätig. Es erfüllt höchste Qualitätsanforderungen und ist sogar für den menschlichen Verzehr geeignet (und bei ähnlicher Zusammensetzung günstiger als manche Packung Studentenfutter).

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Naturnahe Gärten sind der beste Vogelfreund

Wer allen Vögeln etwas wirklich Gutes tun will, der sorgt dafür, dass sein Garten auch anderen Vogelarten zur Heimat werden kann. Denn viele von ihnen praktizieren spezielle pflanzliche Diäten oder jagen Insekten. Und gerade letztere werden in Deutschland rapide weniger. Daher ist jeder Garten hilfreich, der möglichst naturnah belassen wird. Englischer Rasen ist kaum besser als Kies oder Steinplatten. Wer dagegen auf einem Teil seiner Wiese Wildblumen wachsen lässt, tut schon viel für Insekten und Vögel. Viele verschiedene Pflanzenarten tragen dazu bei, dass auch Arten, die man selten sieht, genug zu Fressen finden. Und wer gezielt die Insekten im Garten vermehren will, kann sich Insektenhotels anschaffen. Auch hier haben wir eine große Auswahl an hübschen und nützlichen Varietäten.

Weil Vögel nicht immer einen geeigneten Nistplatz in Hecken finden (und oft von Katzen belauert werden), sind Vogelhäuschen eine nette Geste, die viele gerne annehmen. Es gibt Häuschen in allen Formen und Farben, zum Aufhängen oder auf einem Pfahl, als Mini-Nestlöcher oder in luxuriöserer Ausführung.

Vogelvilla

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