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Kakteen: die pflegeleichtesten Zimmerpflanzen, die es gibt

15. Mai 2018

Sie finden Pflegetipps langweilig? Dann brauchen Sie Kakteen. Vollsonnig und warm stellen – und bloß nicht zu viel gießen: Das schafft eigentlich jeder. Gleichzeitig können Sie aus erstaunlich vielen Arten aussuchen, von denen eigentlich alle ihren Reiz haben. Besonders beliebt sind derzeit hohe, schlanke oder skurrile Formen. Nicht selten gehen auch sehr große Exemplare über den Tisch, denn der Kaktus ist längst nicht mehr nur klein und grün und steht auf dem Balkon.

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Kakteen sind für viele Menschen ein wichtiges Element bei der Gestaltung des persönlichen Umfelds. Schon immer gab es ausgesprochene Liebhaber dieser Pflanzenfamilie, die ursprünglich aus Südamerika kommt und sich in historischer Zeit über die ganze Welt verbreitet hat. Sie prägen das Gesicht vieler Trockengebiete – und erinnern fast automatisch an Sonne, Urlaub und Abenteuer. Das macht sie in den Augen vieler genauso attraktiv wie ihre völlige Anspruchslosigkeit.

Und so gestaltet man Wohnungen zunehmend auch mit Kakteen, sofern sie die Ansprüche an modernes Wohnen erfüllen. Das bedeutet vor allem, dass man heute Pflanzen nicht mehr vorrangig als Dekoration, sondern als Landmarke im Zimmer einsetzt. Entsprechend groß sollten sie sein. Kleine Kakteen sind ein wenig aus der Mode geraten. Der klassische Kaktusteller mit verschiedenen Mini-Arten – in der Nachkriegsgeneration noch ein Hit – wartet derzeit geduldig darauf, wieder wachgeküsst zu werden. Auch die bunten oder auffällig blühenden Arten stehen nicht so sehr Fokus.

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Der Kaktus ist auf Augenhöhe mit den großen Zimmerpflanzen

Dafür hat sich der Kaktus einen Platz unter den leitenden Zimmerpflanzen erobert: Wenn er repräsentativ aussieht, geben ihm viele durchaus den Vorzug vor Drachenpalme oder Fensterblatt. Grün soll er sein und sich mit interessanten Formen präsentieren. Auch die Form und Länge der Stacheln ist oft ein Kriterium, denn dies lässt Kakteen besonders individuell wirken. Man sieht einen groß und schön gewachsenen Kaktus als Unikat und setzt ihn entsprechend ein. Dabei entscheiden sich manche für ein homogenes Interieur aus subtropischen Sukkulenten und Kakteen, andere arrangieren ihn zwanglos zwischen alle möglichen Pflanzen, ob das ein Hibiskus ist oder eine Strelizie.

Im Gegensatz zu Sukkulenten bilden Kakteengewächse eine eigene botanische Familie. Der Laie wird sie trotzdem nicht zuordnen können, denn es gibteinerseits Kakteen mit Laubblättern und andererseits Sukkulenten der unterschiedlichsten Gattungen, die wie ein klassischer Kaktus aussehen: kugel- bis säulenförmig, gerippter Stamm, Stacheln statt Blättern. Ein schönes Beispiel: die Euphorbien. Diese unglaublich wandlungsfähige Gattung bildet viele kakteenähnliche Formen aus, etwa die dreikantige oder die Melonen-Wolfsmilch – und grüne, krautige Blühpflanzen wie den Weihnachtsstern oder die Weidenblatt-Wolfsmilch.

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Schlanke, hohe Kakteen sind oft überraschend günstig

Das Interessante beim Kaktuskauf ist, dass Preis und Größe nicht direkt miteinander zu tun haben. Denn hohe und schlanke Kakteen nehmen in den Gewächshäusern nicht so viel Platz weg wie breite Kakteen mit vielen Armen – und sind daher oft viel günstiger, obwohl sie durchaus sehr repräsentativ aussehen. Große Pflanzen sind auch deshalb so beliebt, weil Kakteen recht langsam wachsen. Es dauert einfach ziemlich lange, bis aus einem kleinen Kaktus ein mächtiger Stamm, vielleicht noch mit schönen Seitenarmen, geworden ist.

Natürlich gibt es eine noch einfachere Möglichkeit, die Wohnung mit Kakteen zu bestücken – man kauft sie als künstliche Deko-Artikel. Bei Dinger’s können Sie hier aus dem Vollen schöpfen: In der Kunstblumenabteilung steht eine große Auswahl an künstlichen Kakteen von der Opuntie bis zum Orgelpfeifenkaktus. Und auch in der Deko-Abteilung werden Sie fündig, denn auch in Porzellan werden die Pflanzen immer beliebter. Und tatsächlich ist gegen einen hübsch glasierten, glänzenden Kaktus nichts einzuwenden. Er ist so niedlich wie der besungene kleine grüne Kaktus auf dem Balkon – nur, dass er garantiert nicht sticht.

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