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Weil es um mehr als Honig geht!

3. April 2019

Dinger’s macht mit bei der Aktion Artenvielfalt vom Verband Deutscher Garten-Center, der Firma Neudorff und der Quedlinburger Saatgut GmbH – und Sie können mit ein wenig Glück ein Bienenhaus gewinnen!

„Wir brauchen Insekten und Insekten brauchen inzwischen – leider – uns“

So formuliert es Hans-Martin Lohmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Neudorff, unserem Lieferanten für Samen und natürliche Pflanzenschutzprodukte.
Denn Gärten sind wichtige Rückzugsgebiete für alle möglichen Insekten geworden, insbesondere Wildbienen und andere fleißige Bestäuber. Helfen Sie mit und gewinnen Sie mit ein bisschen Glück ein Bienenhaus von Neudorff!
Denn es geht um mehr als Honig.

Insekten mögen manchmal lästig sein – sie schwirren, brummen, krabbeln und kommen überall hin, wo man sie nicht gerne sieht. Aber sie sind ein Teil der Natur, die wir uns in unseren Gärten schaffen – und sie halten die Natur gesund. Wenn man an Nützlinge denkt, fällt einem vielleicht zuerst die Honigbiene ein, deren Bestände durch Schadstoffe, Parasiten und die moderne Landwirtschaft eingebrochen sind. Viel schlimmer ergeht es aber den Wildbienen. Die liefern zwar keinen Honig, aber bestäuben unsere Pflanzen noch gründlicher und besser. Manche von ihnen leben allein, andere bilden kleine Staaten, so etwa die Hummel, die schon jetzt auch bei kühlem Wetter unsere Blüten anfliegt.

Aber auch die vielen, unscheinbaren Gäste in Beeten und Rabatten leisten ihren Teil: Sie zersetzen Pflanzenreste und düngen so den Boden. Sie sind Nahrung für viele weitere Lebewesen, gerade auch Vögel, die ebenfalls immer seltener werden. Mittlerweile, sagen Experten, sind naturnahe Gärten zu wichtigen Habitaten geworden, weil weder gepflegte Rasen im Park noch die großflächig bewirtschafteten Weiden und Äcker Nahrung oder Rückzugsraum bieten. Doch auch hier sind die Entwicklungen teils ähnlich: Viele Gartenbesitzer wollen es aufgeräumt und pflegeleicht. Rasen, Koniferen und einzelne Stauden mit gefüllten Blüten mögen ästhetisch reizvoll sein, wirken aber auf die Sechsbeiner wie eine Wüste.

Aktionsplakat zur Aktion Artenvielfalt.

Insekten brauchen Rückzugsräume

Wie können Sie Insekten helfen?

Erstens: indem Sie Rückzugsräume schaffen. Ritzen, Löcher, Totholz, Blätter und sogar Steine bergen vielfältige Lebensräume. Hier sind die Tierchen vor Fressfeinden geschützt, weder Wind noch Sonne ausgesetzt und können in Ruhe ihr emsiges Leben führen. Natürlich gibt es mittlerweile auch viele Insektenhotels zu kaufen, die verschiedenen Arten Unterschlupf bieten. Neu im Sortiment: Bienenhotels, auf die sich vor allem Wildbienen stürzen.

Wenn Sie Ihren Garten als ein Stück Natur begreifen, sparen Sie dabei auch viel Arbeit: Fegen Sie einfach nicht jede Ecke aus, lassen Sie Blätter auch einmal liegen, sammeln Sie Holz und Steine in einer Ecke, die nicht auffällt. Schneiden Sie Ihre Stauden und Gehölze erst im Frühjahr zurück, denn so schaffen Sie Winterplätze. Die Insekten werden es Ihnen danken.

Je bunter der Garten, desto besser

Zweitens: Spenden Sie Wasser! Damit ist nicht gleich ein Teich gemeint, es reicht schon eine flache Schale. Denn auch Tiere müssen trinken, um zu überleben: Vögel, Igel, Eichhörnchen und natürlich auch Insekten. Gerade in Trockenperioden, wie wir sie im vergangenen Jahr hatten, leiden Tiere Durst und nehmen das Angebot dankbar an. Machen Sie einen Versuch: Sie schaffen buchstäblich Oasen des Lebens.

Drittens: mit einem üppigen Angebot an Blüten.
Sehr viele Insekten sind auf den Nektar als Nahrungsquelle angewiesen und besuchen vor allem solche Blüten, die nicht auf Wirkung hochgezüchtet wurden, sondern noch im naturnahen Zustand sind. Sehr viele Kräuter sind fantastische Bienenweiden, aber auch Blühpflanzen wie Wicken, Kornblumen oder Lungenkraut. Rankpflanzen wie das Geißblatt, Obstgehölze wie Apfel und Himbeere oder Wildobst wie die Schlehe, Zierbäume wie Weiden und eine Menge einjähriger Blühpflanzen sind ein wahres Paradies für Bestäuber – zu denen übrigens auch Schmetterlinge, Schweb- und Florfliegen gehören. Die hübsche Phacelia ist sogar unter dem Namen „Bienenfreund“ bekannt. Es gibt so viele Alternativen zu hochgezüchteten Hybridarten!

Heute säen, morgen gewinnen

Am besten funktioniert es tatsächlich, wenn Sie Ihren Garten ganzjährig prachtvoll halten. Im Spätsommer und Herbst werden die Blüten weniger – da bietet es sich geradezu an, bestimmte Sorten zu wählen, die auch dann blühen. Borretsch, Astern, Sonnenblumen, Funkien, Fetthennen und Sommerweide sind nur einige davon – und sie blühen wirklich in allen Farben und teils verschwenderischer Pracht. Das verschafft Ihnen ein einmaliges Gartenerlebnis – und den Insekten die so dringend benötigte Nahrung. Es gibt auch fertige Samenmischungen, die auf die Jahresfolge perfekt abgestimmt sind. Mit ihnen können Sie Beete oder Blumenwiesen passend gestalten.

Wir führen all diese Samen in Hülle und Fülle. Und weil auch uns die Insekten am Herzen liegen, haben wir uns entschlossen, bei der Aktion Artenvielfalt mitzumachen.

Ein weiterer Teil dieser Aktion ist übrigens ein Gewinnspiel.
Zu jedem Einkauf wird an unseren Kassen derzeit ein kostenfreies Samentütchen für Bienen-, Insekten- und Schmetterlingsgarten dazugelegt.

Säen Sie diese aus, beobachten Sie, wie sie sich zu voller Blüte entfalten – und posten Sie ein Foto davon auf unsere Facebook Seite.
Mit ein bisschen Glück gewinnen Sie dann ein richtiges Bienenhaus.

Helfen Sie uns dabei, bundesweit eine Fläche von 100 Hektar zu verschönern und nützlich für unsere heimischen Insekten zu machen.

 

Das Bild vone einem Bienenhaus / Insekten-hotel

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