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„Du hast den Rasen schön!“ – in 5 Schritten zum perfekten Grün

7. Mai 2019

Die Freiluftsaison ist da!
Wer freut sich da nicht auf Grillen, Sonnenbaden oder eine gesellige Runde mit Nachbarn und Freunden? „Wenn nur der Rasen nicht so vermoost wäre“, lautet einer der häufigsten Stoßseufzer, sobald das Leben sich wieder nach draußen verlagert. Immer sieht der Garten des Nachbarn gepflegter aus, ständig hadert man mit lückenhaften Graswuchs, kahlen Stellen und Unkraut aller Art. Dabei ist es überhaupt kein Hexenwerk, einen schönen Rasen hinzubekommen. Wer die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge macht, kommt an einem perfekten Aussehen fast gar nicht mehr vorbei.

Schritt 1: Mähen

Am Anfang der Saison sollte man den Rasen erst einmal zu Kräften kommen lassen. Am besten mäht man ihn zweimal, bevor man ihn behandelt. Zwischen den beiden Mähvorgängen sollte er Zeit haben, wieder etwas zu wachsen. Das ist zum Anfang des Jahres ziemlich wetterabhängig: Bei kalter Witterung kann er Wochen brauchen, bei warmem Wetter geht es schnell. Die besten Mähergebnisse erzielt man übrigens mit dem Handrasenmäher oder einem Mähroboter, denn dann ist der Schnitt sauber und das Gras wächst mehr in die Breite. Gängige Akku-, Elektro- und Benzinrasenmäher arbeiten mit rotierenden Messern, die die Halme eher reißen als schneiden – manchmal bleiben dann typische Spuren zurück.

Schritt 2: Moosbehandlung

Jetzt fällt das Moos richtig unangenehm auf. Vor allem an eingefassten Rasenkanten, unter Bäumen und in schattigen Lagen breitet es sich auf Kosten der Grashalme aus – und über den Winter hat es meist Terrain gewonnen. Wenn der Befall mit Moos deutlich sichtbar ist, bietet es sich an, dieses zuerst zu behandeln. Alte Gärtnertradition ist das Vorgehen mit so genanntem Eisenpulver. Dieses ist allerdings nicht mehr zeitgemäß. Es färbt, verschmutzt und ist auch gesundheitlich bedenklich, etwa wenn krabbelnde Kinder es in den Mund bekommen. Heute geht man mit Produkten vor, die Mensch und Umwelt deutlich mehr schonen, weil der Wirkstoff besser in den Dünger eingebunden ist.
Sollten Sie unsicher sein, empfehlen wir Ihnen dringend die Beratung durch unser ausgebildetes Fachpersonal.

Schritt 3: Vertikutieren

Nun kommt der Teil, der vielen Gartenbesitzern Unbehagen bereitet, aber er muss sein: Die gesamte Fläche wird nun vertikutiert. Am besten einmal längs und einmal quer. Dabei ist der Vorteil von elektrischen oder benzinbetriebenen Geräten, dass die Tiefe genau eingestellt und eingehalten wird. Drei Millimeter reichen völlig! So werden der Boden und die Lebewesen darin maximal geschont. Weil abgestorbenes Gras, Unkraut und Moos trotzdem effektiv aus der Erde gezogen werden, sieht der Rasen anschließend sehr mitgenommen aus. Das ist aber nicht schlimm, denn nun hat das Gras wieder Platz zum Wachsen. Zum Vertikutieren ist übrigens genau jetzt die beste Zeit und sollten Sie keinen Vertikutierer zur Hand haben, können sie sich in unserer Geräteabteilung auch gerne einen ausleihen.

Schritt 4: Düngen

Man unterschätzt einerseits oft, wie robust Rasen ist. Er verträgt eine Menge: Trockenheit, Belastung, Schnitt… Andererseits benötigt er viele Nährstoffe zum Wachsen. Damit der Rasen schnell und gesund nachwächst, sollten Sie auf die vertikutierten Rasenflächen Dünger aufbringen. Auch hier gilt: Nicht einfach bei trockenem, warmem Wetter Dünger streuen und liegen lassen, denn dann kann es sein, dass dieser das Gras verbrennt. Wenn es regnet, gelangt der Dünger besser in den Boden. Bei Trockenheit sollte man den Rasen großzügig gießen. Nachsähen muss man in der Regel nicht, das Gras erobert sich seinen Platz zurück. Nur große Lücken bieten sich an nachgesät zu werden.

Schritt 5: Kalken

Am Ende der Saison erfolgt in der Regel das Kalken. Denn Gras verbraucht beim Wachstum Kalk, so dass der Boden zu sauer werden kann – und das zieht wiederum Moos an. Meist reichen 100 Gramm pro Quadratmeter und Jahr, wichtig ist es den pH-Wert des Bodens vorher zu messen, um nicht über- oder unterzudosieren. Ist der Boden sehr sauer, sollte man das Kalken auf zwei Vorgänge aufteilen und am Ende des Winters noch einmal wiederholen. Die Kölner Lehmböden brauchen immer ein kleines bisschen mehr Kalk als Sandböden, aber niemals mehr als 300 Gramm!

Wer übrigens seinen Rasen über die Saison gesund halten will, der kann auf das Mulchen mit dem Rasenmäher zurückgreifen. Manche Fabrikate sind darauf ausgelegt, indem sie den Rasenschnitt mehrfach zerkleinern und die feine Spreu anschließend zwischen die Halme auf den Boden rieselt. Das erhält Feuchtigkeit im Boden, hindert Unkraut am Wachstum und versorgt den Boden zudem mit wichtigen Nährstoffen.

Und keine Angst vor Grillfesten und Ballspielen: Der Rasen hält, wie gesagt, einiges aus. Auch gute Pflege.

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