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Intelligente Außenbeleuchtung: Wenn der Garten mit Licht haushaltet

11. August 2020

„Smart Home“: das kennt heute jeder. Aber auch draußen im Garten tut sich viel: neben Mährobotern und Bewässerungssystemen haben sich auch für die Außenbeleuchtung sehr interessante Systeme und Einzellösungen entwickelt. Vor allem Leuchten, die ihren Strom aus Sonnenenergie beziehen, begeistern viele Gartenbesitzer. Denn sie sind mittlerweile so intelligent geworden, dass sie den Lichtverbrauch selbst kalkulieren und dosieren.

Wer einen Garten hat, genießt ihn am liebsten zu allen Tageszeiten. Gerade wenn es dunkel wird, hat er seinen ganz eigenen Reiz. Man sitzt im Sommer mit Freunden zusammen oder genießt entspannt ein Gläschen Wein auf der Terrasse. Im Winter ist es der Blick aus dem Fenster in den Garten, der das Herz höher schlagen lässt. Beides ist noch viel schöner, wenn im Garten Beleuchtung ist – sei es als Stimmungsfaktor oder schlicht, damit man sein Gegenüber oder den Weg zur Terrassentür noch sieht. 

Die Zeit der verkabelten Gärten ist vorbei

Einen Garten zu beleuchten, war früher gar nicht einfach. Viele Meter Kabel mussten vergraben werden, die Verbindungen zu den Lampen waren anfällig für Witterungseinflüsse und teuer war die ganze Angelegenheit auch noch. Schon seit Langem haben sich daher dezentrale Lösungen durchgesetzt, bei denen die einzelnen Leuchten mit integrierten Akkus betrieben werden. Man steckt sie einfach mit dem Spieß voran in die Erde – fertig.

Mittlerweile gibt es alle Größen und Stilrichtungen: von der Fackel, die leicht flackert, bis zu übermannshohen Straßenlaternen. Manche von ihnen haben eine Fernbedienung, so dass man sie auch vom Wohnzimmer aus nach Belieben an- und ausknipsen kann. Beliebt sind auch die Sektkühler-Lampen: halbhohe, weiße Leuchtobjekte aus Kunststoff, in die oben eine Mulde eingearbeitet ist. Man kann dort tatsächlich seinen Sekt kühlen – stilvoller kann man seinen Sundowner kaum zelebrieren. Die Batterie lässt sich bei Bedarf auch über einen Laptop aufladen und hat eine Bluetooth-Schnittstelle.

Im vordergrund sieht man eine altmodische Straßenlaterne. Die mittlere Lampe ist am flackern. Im Hintergrund sieht man zusammengeräumte Stühle

Die Helligkeit wird vorausberechnet

Das generelle Problem bei Akkus ist allerdings, dass man nicht abschätzen kann, wann sie sich entleeren. Dann nämlich kann man innerhalb von Sekunden plötzlich im Dunklen sitzen. Genau dort setzen Lösungen an, bei denen der Akku jeden Tag neu mit Sonnenenergie aufgeladen wird. Das Fabrikat „Rennes“ zum Beispiel kann an allen 365 Tagen im Jahr eingesetzt werden. Es lädt sich selbst bei bedecktem Himmel auf, so gut es dann geht – und gibt Licht ab, sobald es dunkel wird. Um dem plötzlichen Lichtabfall entgegenzuwirken, dimmt die Lampe. Die Beleuchtung fällt also langsam ab, bis dass der Akku leer ist.

Mittlerweile geht es sogar noch intelligenter. In einigen unserer Gartenleuchten stecken Chips. So lädt sich die Lampe tagsüber auf (natürlich am besten an einem sonnigen Standort) und berechnet dann die Lumenzahl, mit der sie gleichmäßig leuchten kann – so wird gewährleistet, dass die Lampe acht Stunden durchleuchtet. Im Sommer ist sie dann heller, im Winter leuchtet sie eher gedimmt – oder entsprechend kürzer.

Helle Strahler, stimmungsvolle Leuchten und wunderbare Design-Ideen

Dieses Prinzip ist mittlerweile in alle möglichen Modelle eingearbeitet. Es gibt Strahler, die satte 500 Lumen abgeben – damit könnte man einen Arbeitsplatz hell ausleuchten oder einer ganzen Gartenparty genügend Licht verschaffen. Die meisten leisten dies nicht, weil es im Alltag meist gar nicht benötigt wird; es geht oft eher um die Stimmung, manchmal auch um die Orientierung. Solarbetriebene Pfostenlampen eignen sich zum Beispiel dazu, Wege im Garten auszuleuchten und sind häufig mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Es gibt Hängelampen, Wandleuchten und natürlich wunderbare Gestaltungsideen: Tierfiguren, Ambiente-Birnen, Industrial-Design-Lampen oder Leuchtblumen.

Übrigens sind Solarleuchten durchaus auch für Innenräume geeignet. Dann allerdings sollten sie an einem Fenster stehen, möglichst dort, wo auch die Sonne scheint. Kinder freuen sich zum Beispiel über eine kleine, supersüße Lampion-Biene, die abends einen regelrechten Zauber im Zimmer entfaltet.

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