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Trockener Sommer, sonniger Sommer: Warum nicht solar bewässern?

25. August 2020

Ende Juli rollte die große Hitzewelle an, blieb bis weit in den August – und machte den Sommer 2020 in der Bilanz wieder sonnig, warm und trocken. Zum dritten Mal in Folge dörrte der Boden aus und ohne regelmäßiges Gießen hätten vor allem in Kübeln und Balkonkästen wohl viele Pflanzen keine Überlebenschance gehabt. Kein Wunder, dass Bewässerungssysteme immer beliebter werden. Für Balkone oder kleine Gärten gibt es jetzt eine Lösung, die angesichts der vielen Sonne aus der Not eine Tugend macht: Bewässerung auf Solar-Basis.

Stellen Sie sich vor, Sie haben in der letzten Minute doch noch Ihren Urlaub unter Dach und Fach gebracht – und der Nachbar auch. So ein Glück! Aber was wird aus Ihren Blumen und Kräutern, die Sie so liebevoll durch das Jahr gebracht haben? Wenn Sie nicht zufällig ein System haben, das über einen Außenwasserhahn gespeist wird, dann tut es vielleicht auch eine kleine Lösung. Was Sie brauchen: Einen gut gefüllten Behälter und das in Großbritannien entwickelte solare Bewässerungssystem der Firma Irrigatia.

Tröpfchenbewässerung aus der Wassertonne

Denn dieses speist sich aus einem Reservoir. Die Wasserreserve wird sparsam genutzt, indem die Schläuche die Pflanzen per Tröpfchenbewässerung direkt an der Wurzel mit Wasser versorgen. Das System ist programmierbar und setzt sich in Gang, wenn das Sonnenpaneel mit viel direkter Strahlung versorgt wird. Dann wird die Pumpe aktiviert und das Wasser tropft dort, wo Sie die Austritte positioniert haben, in die Pflanzenerde.
Das System gibt es mit einem großen und einem kleinen Paneel, wobei das kleine so groß ist wie ein Smartphone-Display, das große bietet etwa doppelt so viel Fläche und ist kaum teurer. Mit der großen Version kann mehr Leistung erzeugt werden, so dass für die Dauer eines Urlaubs im Grunde nur wenig passieren kann. Allerdings hat das System auch Schwächen: Noch ist der Sensor nicht so gut ausgerüstet, um Trockenheit sicher zu erkennen und die Pumpe ist recht laut. Das allerdings ist bei Abwesenheit eher ein geringes Problem.

Für größere Flächen ist die klassische Stromversorgung sicherer

Wem solarbetriebene Bewässerung trotzdem zu unsicher ist, kann auch auf klassische stromgesteuerte Systeme zurückgreifen, bei denen diese Schwächen nicht auftreten. Gardena hat zum Beispiel eine Lösung entwickelt, die per Trafo genau einstellbar ist und ebenfalls auf Reservoire zurückgreift. Dies können durchaus auch große 220-Liter-Regentonnen sein, so dass viel größere Flächen versorgt werden können, denn die Pumpe steht im Behälter.
Die Micro-Drip-Bewässerung ist hier sogar zusätzlich unterirdisch einsetzbar, was vor allem für kleine Rasenflächen eine ideale Lösung ist. Zwar bleibt die Bewässerung über einen Wasserhahn immer noch die erste Wahl für ganze Gärten, aber für kleine Flächen gibt es nun charmante Alternativen.

Bewässerungssysteme sind übrigens nicht nur für den Sommerurlaub nützlich. Wir haben in den vergangenen Jahren häufig beobachtet, dass auch das Frühjahr oder der Herbst große Trockenheit bringen können – und wer nicht gerade schulpflichtige Kinder hat, verreist durchaus auch gern über Pfingsten oder zum Saisonende im September oder Oktober.

Wann auch immer Sie verreisen wollen: Wir wünschen Ihnen und Ihren Pflanzen einen gesunden, sorgenfreien Urlaub!

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