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Vom Azubi zum Gesellen – ein Weg für Pflanzen- und Menschenfreunde

24. Juni 2025

Nick Eichmüller hat es geschafft: Im Juni 2024 bestand er die Abschlussprüfung und darf sich seitdem als Pflanzenfachberater bezeichnen – oder genauer, um den vollen Titel zu nennen: „Pflanzenfachberater Baumschule als Geselle“. Und weil er nicht nur kompetent und freundlich ist, sondern seinen Weg in unserem Gartencenter weitergehen möchte, haben wir ihn sehr gerne als festen Mitarbeiter übernommen. Hier erzählt er, was ihn zu seinem Beruf geführt hat und was er als nächstes erreichen will.

„Pflanzen machen mir einfach einen riesigen Spaß, ich habe mich schon immer für sie interessiert“, berichtet Eichmüller. „Und der Umgang mit Menschen ist meine andere große Leidenschaft. Von daher war meine Berufswahl schon vorgezeichnet. Ich hätte natürlich auch im Garten- und Landschaftsbau anfangen können, aber dort geht es häufiger um Baustellen. Wege zu pflastern, Terrassen anzulegen oder Zäune zu setzen ist weniger mein Herzensthema, und in einem Gartenbaubetrieb hätte ich auch nie so intensiven Kundenkontakt gehabt. Hier funktioniert die Beratung ganz anders.“ 

Über den Naturschutz zum Thema Gartengestaltung

Geprägt hat ihn ein freiwilliges Jahr, dass er beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) absolvierte. „Damit war das Thema Garten für mich gesetzt“, so Eichmüller. „Ich habe mich nach einem interessanten Betrieb umgesehen – und Dinger’s hat einen guten Eindruck auf mich gemacht. Tatsächlich kannte ich das Gartencenter vorher gar nicht; ich komme aus Leverkusen.“ Das Praktikum lief über eine Woche, aber schon nach wenigen Tagen war der Beschluss gefasst: Hier wollte er anfangen.

Eine Ausbildung bei Dinger’s führt die Azubis durch alle Abteilungen. Für Eichmüller stand schon früh fest, dass er die Baumschule als Schwerpunkt wählen würde: „Hier ist man einfach am meisten draußen und hat die intensivste Berührung mit der Natur. Das ist, was mich anspornt: Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Kunden die botanischen Möglichkeiten entdecken, die unsere Gegend zu bieten hat. Eine gute Auswahl an heimischen Pflanzen erfreut nicht nur das Auge, sondern erhält auch die Artenvielfalt. Sie hilft Insekten und Kleintieren, Nahrung und Schutz zu finden.“

Menschen reagieren auf freundliche Ansprache

Die Kundengespräche schätzt Eichmüller sehr. „Menschen sind sich gleichzeitig sehr ähnlich und doch sehr unterschiedlich“, fasst er zusammen. „Natürlich hat jeder seinen eigenen Geschmack – aber alle reagieren ähnlich auf eine freundliche Ansprache. Es kommt so gut wie immer Freundlichkeit zurück.“ Er fühle sich verantwortlich für eine passende Auswahl: „Wir sind schließlich die letzte Station vor der Kaufentscheidung.“

Die Gesellenprüfung ist durchaus anspruchsvoll. Nach drei Jahren Ausbildungszeit kam der Moment: „Unsere Prüfung bestand aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Die theoretische Prüfung ist schriftlich und hat die Pflanzenverwendung im Betrieb und wirtschaftliche Themen zum Inhalt. Die praktische Prüfung besteht sogar aus fünf Aufgaben. Bei der Beetgestaltung durfte ich mein Thema selbst wählen und habe dieses auf drei mal drei Metern umgesetzt. Die Kübelbepflanzung war dagegen vorgegeben – hier war auch ein simuliertes Kundengespräch Bestandteil.“ Hinzu kamen ein Bestimmungstest mit 40 Pflanzen, ein Pflanzenschutzgespräch und ein Kulturgespräch, bei der es um die Produktion von Pflanzen ging.

Erst einmal richtig in den Beruf hineinwachsen

Was hat Nick Eichmüller jetzt vor? „Ich freue mich natürlich, dass ich übernommen wurde. Manche gehen nach ihrer Gesellenprüfung zunächst auf ausgedehnte Wanderschaft. Das werde ich zwar auch tun, aber primär in Deutschland – und in meiner Urlaubszeit.“ Wichtig sei ihm vor allem, seine Praxis in der Fachberatung zu vertiefen. „Das kann ich hier einfach am besten“, betont der frisch gebackene Geselle. 

Neue Gebiete für ihn seien zum einen das Management und die Arbeitsabläufe, zum anderen möchte er sich fachlich weiterentwickeln. „Es gibt eine Menge aktueller Themen in unserem Bereich – und sehr viele Neuzüchtungen, mit denen ich mich näher befassen will. Vor allem aber möchte ich mein Wissen weitergeben: das Anlernen und Anleiten neuer Azubis wäre für mich eine großartige Aufgabe.“ Die Meisterschule ist deswegen für ihn eine attraktive Option. „Das geht aber ohnehin erst nach zwei Jahren Gesellenzeit“, erklärt Eichmüller, „also konzentriere ich mich erst einmal darauf, in meinen Beruf richtig reinzuwachsen.“

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